Darmkrebs

Darmkrebs-Infos

Darmkrebs ist ein heimlicher Killer! Er verursacht im Frühstadium keinerlei Beschwerden. Genau das macht ihn aber so gefährlich.Nur durch regelmäßige Vorsorge können Sie sich daher vor dieser heimtückischen Erkrankung schützen.

In Deutschland sterben jedes Jahr ca 30 000 Menschen an Darmkrebs. Die Sterblichkeitsrate, also die Wahrscheinlichkeit an dieser Krankheit zu sterben, ist die zweithöchste von allen Krebserkrankungen bei beiden Geschlechtern. Bei Männern ist Lungenkrebs, bei Frauen Brustkrebs jeweils die geschlechtsspezifisch häufigste Krebstodesursache.

Jährlich werden ca. 70 000 Menschen in Deutschland neu mit der Diagnose Darmkrebs konfrontiert. Darmkrebs ist damit die zweithäufigste Krebsneuerkrankung bei Männern (hinter Prostatakrebs) und Frauen (hinter Brustkrebs).

In vielen Fällen kommen die Patienten einfach zu spät zur Untersuchung, zu spät zur Operation. Der Darmkrebs ist dann schon weiter fortgeschritten, wird zwar operiert, ist aber nicht endgültig besiegt. Bei ca 38 % dieser Patienten kommt es innerhalb der ersten 5 Jahre nach der Operation zum Tod. Man spricht hier von der Todesfallrate.

Wie Darmkrebs entsteht, ist noch immer nicht hinreichend erklärt. Eine ganz wesentliche Rolle bei der Entstehung spielt aber die familiäre Disposition. Fast drei von 10 Betroffenen haben demnach ihre Krankheit „geerbt“. Wenn eine solche familiäre Vorgeschichte hinsichtlich Darmkrebs besteht, haben auch schon sehr junge Menschen ein stark erhöhtes Risiko, an Darmkrebs zu erkranken und sollten regelmäßig zur Vorsorge gehen.

Wussten Sie, dass Darmkrebs kein Schicksal ist?
Denn früh erkannt, ist Darmkrebs meist zu 100% verhinderbar oder heilbar!

Welche Untersuchungen führt der Arzt durch?

Besteht der Verdacht auf einen Darmtumor, werden verschiedene Untersuchungen eingeleitet. Mit
ihrer Hilfe lässt sich feststellen, ob tatsächlich eine
Krebserkrankung vorliegt, und – wenn ja – wie weit
sie bereits fortgeschritten ist. Die wichtigsten Untersuchungsmethoden zum Nachweis eines Tumors
sind:
– Tastuntersuchung (rektal-digitale Untersuchung)
– Okkultblut-Test (Hämoccult-Test)
– Rektoskopie (starre Spiegelung des Mastdarms
bis 20 cm)
– Sigmoidoskopie (flexible Teilspiegelung)
– Koloskopie (flexible Spiegelung des gesamten
Darms)
– Röntgenuntersuchung mit Kontrastmittel
(Kolonkontrasteinlauf)
Wird eine Krebserkrankung festgestellt, schließen
sich weitere Untersuchungen an, mit dem Ziel, die
Ausbreitung des Tumors auf benachbartes Gewebe
und andere Organe zu bestimmen. Dazu gehören:
– Ultraschalluntersuchung (Sonographie/
Endosonographie)
– Computertomographie (CT)
– Kernspintomographie (Magnetresonanztomographie, MRT)
– Laboruntersuchungen

http://www.krebsgesellschaft.de/download/patientenratgeber_darmkrebs_0907.pdf

DIAGNOSE

Klassifikation des Krankheitsstadiums
Je nach Ausbreitung des Tumors spricht man von
verschiedenen Stadien (Entwicklungsstufen, Tumorstadien) des Darmkrebses. Die Einteilung erfolgt nach bestimmten Normen, für die hauptsächlich drei Gesichtspunkte maßgebend sind:
– die Tiefeninfiltration des Tumors (T)
– die Beteiligung der Lymphknoten (N)
– das Vorhandensein von Metastasen (M)
Man verwendet deshalb auch den Begriff TNMKlassifikation (siehe Infobox). Die Ziffern hinter
den Buchstaben geben genauere Hinweise auf die
Ausdehnung des Tumors (T1-4), Zahl und Lage der
befallenen Lymphknoten (N0-2) und das Vorhandensein oder Fehlen von entfernten Metastasen
(M0 und M1). T1 N0 M0 würde in diesem Fall also
bedeuten, dass es sich um einen kleinen Tumor der
innersten Darmwandschichten ohne Lymphknotenbefall und Metastasen handelt.

TNM-Klassifikation des Darmkrebses

Für T (Tumor) gibt es folgende Bezeichnungen:
T1 = Der Primärtumor erstreckt sich nur auf die
innersten (Schleimhaut-)Schichten der Darmwand (Mucosa und Submucosa).
T2 = Der Primärtumor erstreckt sich zusätzlich
auf die Muskulatur der Darmwand.
T3 = Der Primärtumor erfasst das Bauchfell oder
wächst in benachbartes Gewebe ein.
T4 = Der Tumor erfasst benachbarte Strukturen.
Die Bezeichnungen zu N (Nodi = Knoten)
lauten:
N1 = Der Tumor erfasst 1 bis 3 benachbarte
Lymphknoten.
N2 = Der Tumor erfasst 4 oder mehr benachbarte Lymphknoten.
Für M (Metastasen) gibt es folgende Einteilung:
M0 = kein klinischer Nachweis von
Tochtergeschwülsten
M1 = Fernmetastasen nachweisbar

Weitere Punkte, die bei der Einteilung berücksichtigt werden, sind:
– die Beschaffenheit des Krebsgewebes (Grading).
Sie gibt Hinweise auf die Aggressivität des
Tumors. G1, G2, G3, G4 = gut, mäßig, schlecht,
nicht differenziertes bösartiges Gewebe
– die Radikalität der Operation (R):
R0-Resektion = vollständige Entfernung des
Tumors bis ins gesunde Gewebe;
R1-Resektion = Tumor wurde in knappen
Grenzen entfernt, d.h. Tumor wächst bis an die
Geweberänder heran;
R2-Resektion = Tumor wurde nicht vollständig
entfernt, d.h. sichtbare Tumorreste sind im
Körper verblieben.
Die exakte Beurteilung des Krebses nach diesen
Kriterien ist erst nach der Operation möglich.

Sie hilft dem Arzt bei der Planung weiterer Behandlungsschritte.

Quelle:

http://www.krebsgesellschaft.de/download/patientenratgeber_darmkrebs_0907.pdf

Bis zur Fertigstellung unserer eigenen Texte verweisen wir auf Wikipedia

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